Die Schirn feiert im Mai 2026 ihr 40-jähriges Bestehen. Herzlichen Glückwunsch auch von uns!
Die meisten Frankfurter:innen wissen, dass die Schirn temporär in die alte Dondorf-Druckerei umgezogen ist. Die Wenigsten wissen, dass das ohne unseren Beitrag nicht so schnell möglich gewesen wäre. Daher freuen wir uns besonders, endlich die Zeit gefunden zu haben, darüber zu berichten.
Es war zwar nicht unsere erste Zusammenarbeit mit einer Kultureinrichtung oder gar einem Museum. Schon in seinen Anfängen als Veranstalter hat unser Geschäftsführer Programm und Nächte für mehrere Sonderveranstaltungen im Städel organisieren dürfen.
Aber dass wir als Experten für Zwischennutzungen mal eine alte Industrie-Druckerei in ein temporäres Museum für moderne Kunst umwandeln durften, haben wir so nicht kommen sehen.
© Schirn Kunsthalle Frankfurt 2025, Foto: Norbert Miguletz
Was genau waren unsere Aufgaben und wie sah der Prozess aus?
Im Wesentlichen mussten wir schnell sein, denn der Auszugstermin der Schirn am Römer stand bereits fest, ohne dass es einen Ersatz gab. Voller Stolz können wir heute sagen, dass wir nicht schneller hätten arbeiten können.
Nach der Beauftragung der Recherche und Machbarkeitsprüfung geeigneter Leerstände haben wir zunächst das gemacht, was quasi unser täglich Brot ist:
Systematisch den Markt nach Leerständen gescoutet. Zu dem Zeitpunkt steckte das Max-Planck-Institut noch in seinen Plänen eines Umbaus der Dondorf-Druckerei, was zu einem Teilabriss geführt hätte. Diese Pläne mündeten letztendlich in Protesten und der Besetzung des Grundstücks, welches sich im Eigentum des Landes Hessen befindet.
Nachdem die Besetzung durch die Polizei rund um Weihnachten 2023 aufgehoben wurde, haben wir die Dondorf-Druckerei bei Stadt, Land und Schirn als potentielle Zwischennutzung für die Schirn ins Spiel gebracht. In der Folge haben wir zum einen die Interessen der Schirn bei der Vorbereitung und Planung gegenüber dem Land und der Goethe-Universität vertreten und zum anderen dafür gesorgt, dass die unendlich vielen Informationen, die für ein Vorhaben in der Größenordnung verarbeitet werden müssen, immer schnellstmöglich an alle Stakeholder gelangen. Wir haben also das gemacht, was viele Projektmanager auch aus anderen Bereichen kennen. Viele Informationen in übersichtliche Daten zu verdichten, um schnelle Entscheidungsgrundlagen für die nächsten Schritte zu liefern.
Darüber hinaus haben wir ein Team aus Architekt und Fachplanern aus vorigen, eigenen Projekten zusammengestellt, mit denen wir gute Erfahrungen bei der Planung von Zwischennutzungen gemacht haben. Da es bei Interimsnutzungen besonders auf engmaschiges und gut koordiniertes Teamwork ankommt, konnten wir durch unsere Erfahrung allen Beteiligten dabei helfen, schneller an das jeweilige Ziel zu kommen.
Wir haben weiterhin als zentrale Schnittstelle die Budgetierung, Bauherrenvertretung und Prozessoptimierung bis zur Übergabe an den Generalunternehmer übernommen, welcher die Sanierungsarbeiten im Rahmen der Nutzungsänderung umgesetzt hat.
Historische Aufnahmen der Dondorf-Druckerei
Weitere Informationen zur Geschichte der Dondorf Druckerei gibt es bei Freunde Bockenheims und hier.
An der Stelle vielen Dank für die gute 1,5-jährige Zusammenarbeit insbesondere an:
Dr. Sebastian Baden
Esther Schlicht
Fanny Bengsch
Christian Teltz
Björn Schmidt, Architekt
Charlotte Borck, Brandschutzgutachterin
Potentielle Interimsnutzung?
Wenn Sie als Projektentwickler über einen Leerstand verfügen, der sich für eine Interimsnutzung eignet oder eine Marke betreuen, die ein Pop-Up plant, freuen wir uns auch von Ihnen zu hören!











